Motorradtouren auf Teneriffa: die Insel mit dem Bike erkunden

Teneriffa ist nicht nur die größte Insel der Kanaren, sondern auch die Abwechslungsreichste. Mit dem 3718 Meter hohen Teide ist es der drittgrößte Inselvulkan der Welt und beinhaltet durch diese Besonderheit die Möglichkeit, bei einer Tour mit dem Motorrad gleich mehrere Klimazonen zu durchqueren und von über den Wolken bis ans Meer zu fahren. Dabei erwarten Euch spannende Landschaften, viele Serpentinen, eine wild-romantische Nordküste und die Urlaubszentren des Südens. Im Folgenden erfahrt Ihr im Rahmen einer Inselumrundung, die wir ganz im Südwesten beginnen.

Der Südwesten von Teneriffa

Startet Ihr im Südwesten von Teneriffa, um eine Inselumrundung zu machen, gibt es zwei Möglichkeiten, um in den Norden zu kommen. Die erste Variante ist, einfach über die Autobahn in den Norden zu fahren, was natürlich nicht wirklich spannend ist. Glücklicherweise gibt es neben der Autobahn auch noch die alten Landstraßen, die Euch zum Teil direkt an der Küste, zum Teil aber auch an den Hängen der Berge entlang führen. Dabei ist die Landschaft im Süden geprägt von einer eher kargen Landschaft mit schroffen Felsen und kleinen Büschen, da es sich um die sonnensichere Seite von Teneriffa handelt. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich der an der Südwestküste der Insel der ganz große Tourismus tummelt.

Die Ostküste von Teneriffa

Das ändert sich, sobald Ihr die Südspitze umrundet habt und die Ostküste erreicht. Durch den Nordostpassat ist es die windigste Seite der Insel, so dass es hier zwar noch immer sehr sonnensicher ist, der Tourismus allerdings deutlich kleiner ist. Ein gutes Beispiel ist El Médano, welches vor allem bei Wind- und Kitesurfern beliebt ist. Hier lohnt sich eine Pause, denn südlich des Ortes befindet sich mit der Playa Tejita der längste Strand der Insel.

Weiter die Ostküste hoch geht es in Richtung Santa Cruz, der Hauptstadt der Insel, und La Laguna, der historischen Hauptstadt. Hier erlebt Ihr die moderne Seite des kanarischen Lebens direkt neben der geschichtsträchtigen Seite, denn die beiden größten Städte der Insel sind miteinander verwachsen und zeigen einen schönen Kontrast zwischen Tradition und Moderne.

Der Norden von Teneriffa

La Laguna ist quasi das Tor zum Norden. Ab hier ist die Insel grün und hat eine üppige Vegetation. Diese Region ist ein sehr guter Ausgangspunkt, um einzelne Touren über die Insel zu starten, da es von hier aus in alle Richtungen geht. Da die Stadt Touristen eher in Tagestouren anzieht und dafür bekannt ist, dass es recht häufig bewölkt ist, sind private Ferienunterkünfte auf Teneriffa hier deutlich günstiger zu bekommen, wie Ihr Sie zum Beispiel auf www.ferienhaeuser-auf-teneriffa.de findet.

Das Anagagebirge im Nordosten liegt direkt im Rücken der Stadt und ist bekannt für seine kurvenreichen Straßen, die mitten durch weite Lorbeerwälder führen. Bei einem Besuch ist der Aussichtspunkt am Pico del Inglés ein Muss.

Von La Laguna aus wartet auch eine der schönsten Motorradtouren auf Teneriffa, denn von hieraus geht es durch den Mercedeswald bis in den Teide Nationalpark, vorbei an der Sternwarte bis in die Cañadas und zum Teide. Auf dieser Tour warten viele sanft geschwungene Kurven, die das Bikerherz höher schlagen lassen.

Von La Laguna aus geht es auch über die Landstraße in den Norden, in dem Ihr viel Landwirtschaft und urkanarische Orte findet. Große Bananenplantagen an der Küste und weite Weingebiete mit Terrassenfeldern an den Hängen der Berge sorgen für ein schönes Landschaftsbild, während sich weiter oben ausgedehnte Kiefernwälder befinden.

Ein Highlight ist hier das Orotavatal, über dem majestätisch der Teide thront. Hier lohnt sich ein Besuch von La Orotava, dass eine wunderschöne Altstadt hat, die für die vielen schön verzierten Balkone aus Holz bekannt ist. Von hier aus geht es ebenfalls hoch zum Teide, wobei die Serpentinen auf dieser Strecke deutlich fordernder sind, als bei der Tour durch den Mercedeswald.

Mit dem Verlassen des Orotavatals in westliche Richtung an der Küste entlang erreicht Ihr den ursprünglichsten Bereich von Teneriffa. Hier gibt es nur noch Landwirtschaft, und der Tourismus beschränkt sich auf Individualurlauber, die es in die Natur und die Wandergebiete zieht. Das Zentrum der Region ist Icod de los Vinos.

Zurück in den Südwesten

Von Icod de los Vinos aus geht es über die Berge zurück in den Südwesten, wobei die Straße über den Pass von Erjos im Rücken des Teide nach Santiago del Teide führt, das sich zwischen dem Nationalpark und dem Tenogebirge befindet. Hier lohnt sich ein Besuch von Teno el Alto, denn von dort aus könnt Ihr direkt bis auf die Klippen von Los Gigantes spazieren, die das Wahrzeichen des Südwestens sind. Wer diesen Abstecher nicht machen möchte, fährt von Santiago del Teide aus einfach weiter nach Chio und von dort aus weiter an die Südwestküste.

Somit ergibt sich bereits bei einer einzigen Inselumrundung die Möglichkeit, den kompletten Abwechslungsreichtum der Insel zu erleben. Dass dabei natürlich nicht alle Highlights von Teneriffa in einem Abwasch erledigt werden können, versteht sich von selbst. Wir empfehlen Euch daher, den Urlaub in einer privaten Ferienunterkunft auf Teneriffa zu planen, ganz gleich, ob Ihr das Motorrad mitbringt, oder vor Ort mietet. Als Selbstversorger unterliegt Ihr keinen festen Essenszeiten.

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