Winterreifenpflicht ab 2011 auch für Motorräder?

Seit dem Termin im Jahr 2006, der Einführung der Winterreifenpflicht, hat sich nichts verändert. Auf verschneiten oder eisigen Straßen darf ein Kraftfahrzeug nur mit Reifen gefahren werden, welche die Eigenschaften gemäß der Richtlinie 92/23/EWG im Anhang II Nummer 2.2 nach der neuen Regelung bei dem § 2 Abs. 3a StVO erfüllen. Danach müssen die Struktur und das Laufflächenprofil von M+S-Reifen so entwickelt sein, dass bessere Fahreigenschaften durch diese Reifen auf Schnee und Matsch gewährleistet werden, als bei den Sommerreifen. Nur Für Kraftfahrzeuge mit mind. vier Rädern ist diese Richtlinie andwendbar. Die Pflicht gilt, da die StVO nur hinsichtlich der Eigenschaften der Reifen auf die Richtlinie verweist, auch für Krafträder mit zwei oder drei Rädern.

Während für leichte Krafträder und für Roller häufig Winterreifen angeboten werden, sind Winterreifen für schwere Motorräder so gut wie nicht zu erhalten. Dies stellt für diese Zweiräder in der Tat ein Fahrverbot bei Eis und Schnee dar. Einen Punkt in Flensburg und ein Bußgeld von mind. 40 Euro erwarten denjenigen, der dennoch fährt. Wenn sie auf eisigen oder verschneiten Straßen fahren wollen, müssen auch Besitzer von geländegängigen PKW und Quads Winterreifen aufziehen. Hier reichen keine grobstolligen Reifen.

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