Kawasaki ER-6n – schön mutig oder mutig schön? Beides!

Wer die Kawasaki ER-6n erstmals sieht, der stellt fest: Die Front wirkt ebenso mutig wie avantgardistisch. Grund dafür sind das seitliche Federbein und der extrem kurze Auspuff. Nicht umsonst wurde sie als “schönstes Naked Bike der Welt” ausgezeichnet – sie ist eine eigenständige, komplette Neuentwicklung.

Dies beginnt schon mit dem 649 ccm Hubraum starken Motor. Er leistet 54 kW/73 PS bei 8 500 U/min und erreicht ein Drehmoment von 66 Nm bei 7 000 Touren. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h. Befeuert wird das Aggregat von einer elektronischen Einspritzanlage. Sie ermöglicht gemeinsam mit dem Katalysator die Einhaltung der Euro-3-Norm – und schafft ein Top-Ansprechverhalten.

Die Kawasaki ER-6n lässt sich dank ordentlichen Drucks in mittleren Drehzahlen recht schaltfaul bewegen. Auf der anderen Seite wirkt sie bei schaltfreudiger Fahrweise nicht überfordert. Da zudem der Verbrauch kaum über 5,5 Liter steigt, kann man den Antrieb als rundum gelungen bezeichnen. Mit feinem Händchen sind Reichweiten von über 300 km möglich.

Während kleine Personen auf dem Naked-Bike hervorragende Verhältnisse vorfinden, ist der Kniewinkel für Langbeinige etwas ungünstig. Dafür gefällt der hohe Lenker, mit dem sich die ER-6n spielerisch einfach rangieren lässt. Der positive Eindruck setzt sich während der Fahrt fort: die 650er überrascht mit ausgezeichnetem Handling. Mit Leichtigkeit lassen sich die 194 Kilogramm von einer Kurve in die nächste legen – wen man den Mut dazu hat!

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