Husqvarna TE 630 – ein scharfes Teil

Die Husqvarna TE 630 steht zu ihren sportlichen Wurzeln. Sie sieht aus, als könne man mit ihr Sachen machen, die man niemals ausprobieren möchte. Dafür genügen ein Zylinder und 57 PS. Denn wenn 57 Pferdestärken derart aufreizend vor einem stehen – grobstollig und gefährlich rot bis zum Zylinderkopf – dann kommt man ins Grübeln.

Die Protektoren, sehen aus, als ob man damit einen Hirsch aus dem Weg räumen könnte. Die Sitzbank platziert den Fahrer in 930 Millimeter Höhe. Unfallfreies Aufsitzen ist also die erste Herausforderung. Die zweite besteht darin, im Sitzen den Boden zu erreichen. Man sollte unbedingt darauf achten, beim Anhalten nicht aus Versehen in ein Loch zu treten.

Diese kantige Sport-Enduro für 7500 Euro, ist natürlich nicht nach jedermanns Geschmack. Sie hat ein Aroma von Strohbündel und offenem Erdreich. Der Grund: sie stammt von der einst schwedischen, neuerdings zu BMW gehörenden Marke, die sich ihren Ruf in der Szene nicht mit Milde erarbeitet hat. 21 und 18 Zoll groß sind die Räder, gezackt die Metallfußrasten, der Abgas-Trakt endet in einem spektakulären Doppelauspuff.

Die neue Husqvarna TE 630 ist nicht mild. Aber auch nicht wild, wie man schnell feststellt. Sie ist nicht das Wettkampfgerät, vor dem sich normale Fahrer fürchten. Als Weiterentwicklung der TE 610 ist sie mehr auf Straßengebrauch und Alltagsnutzen ausgerichtet: Es dauert nicht lange, bis man merkt, wie freundlich dieses Motorrad zu einem sein kann.

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